Sanieren, profitieren und CO2 reduzieren
Anfang 2010 starten Kantone und Bund das Gebäudeprogramm. Es dauert zehn Jahre und unterstützt in der Schweiz die energetische Sanierung von Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energien. Aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe stehen fürs Gebäudeprogramm pro Jahr 200 Millionen Franken zur Verfügung. Zusammen mit den kantonalen Förderprogrammen sind es insgesamt 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr, die eingesetzt werden können. Auf www.dasgebäudeprogramm.ch stehen ab dem 4. Januar die Gesuchsunterlagen bereit. Die Förderbeiträge werden ab März 2010 bewilligt.
Für innovative Immobilienbesitzende lohnt sich ab nächstem Jahr eine
Investition in Energieeffizienz und erneuerbare Energien gleich
dreifach: Sie profitieren von Fördergeld, langfristig tiefen
Energiekosten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Über
40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Schweiz
fallen im Gebäudebereich an. Wer seine Liegenschaft intelligent und
effizient saniert, kann den Wärmebedarf und den damit verbundenen
CO2-Ausstoss um bis zur Hälfte reduzieren. Hausbesitzerinnen und
Hausbesitzer profitieren so nicht nur von deutlich tieferen Heizkosten,
sondern erhöhen auch den Marktwert ihrer Liegenschaft. Zudem leisten
sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Trotz dieser Vorteile wird
in der Schweiz bisher jährlich nur etwa ein Prozent des
Gebäudebestandes energetisch saniert. Hauptgrund: Energieeffiziente
Sanierungen belasten das Portemonnaie. Hier setzt das Gebäudeprogramm
an. Kantone und Bund sind bestrebt, damit bis ins Jahr 2020 im
Gebäudebereich den CO2-Ausstoss um ca. 2,2 Millionen Tonnen zu
reduzieren.
280 bis 300 Millionen Franken für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Das
Gebäudeprogramm startet Anfang 2010. Es löst das Ende 2009 auslaufende
Gebäudeprogramm des Klimarappens ab. Neu fördert das Gebäudeprogramm
auch die Sanierung von Einzelbauteilen wie zum Beispiel den Ersatz
veralteter Fenster oder die Wärmedämmung von Wänden, Dach und Böden.
Für die Sanierung der Gebäudehülle stellt der Bund aus der
Teilzweckbindung der CO2-Abgabe 133 Millionen pro Jahr zur Verfügung.
Je nach Kanton bestehen ergänzende Förderprogramme für erneuerbare
Energien, Abwärmenutzung und Haustechnik. Die Kantone stellen hierfür
80 bis 100 Millionen Franken pro Jahr bereit. Die kantonalen Programme
werden zusätzlich mit rund 67 Millionen Franken aus der
Teilzweckbindung der CO2-Abgabe unterstützt. Während zehn Jahren können
somit insgesamt über 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr für
Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien eingesetzt
werden.
www.dasgebaeudeprogramm.ch: einfach und kundenfreundlich
Das
Gebäudeprogramm ist einfach und kundenfreundlich: Ab dem 4. Januar 2010
besteht auf www.dasgebaeudeprogramm.ch eine zentrale Anlaufstelle. Dort
erfahren Interessierte mehr und gelangen in wenigen Schritten zu den
Gesuchsformularen. Zeitdruck für das Einreichen der Gesuche besteht
nicht. Die Gesuche können schon im Januar eingereicht werden. Nach
einer Prüfung der Gesuche erfolgen die Bewilligungen ab dem 1. März
2010. Es ist geplant, dass der Bundesrat bis Anfang März die
rechtlichen Grundlagen verabschiedet.
Gemeinschaftswerk von Kantonen und Bund
Hinter
dem Gebäudeprogramm stehen sowohl die Kantone als auch der Bund.
Entwickelt wurde es von den Kantonen, vertreten durch die Konferenz
kantonaler Energiedirektoren (EnDK), gemeinsam mit dem Bundesamt für
Energie (BFE) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Die
Hauptverantwortung für eine erfolgreiche Realisierung des Programms
liegt bei den Kantonen.
Generelle Auskünfte zum Gebäudeprogramm:
Cornelia Büttner, Medienstelle Gebäudeprogramm,
Tel. 044 395 12 22 | cornelia.buettner@ebp.ch
www.dasgebaeudeprogramm.ch
Auskünfte zu Fragen, die die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) betreffen:
- Fadri Ramming, Geschäftsführer EnDK, 081 250 45 61
- Auskünfte zu Fragen, die das Bundesamt für Umwelt (BAFU) oder das Bundesamt für Energie (BFE) betreffen Mediendienst BAFU, Tel. 031 322 90 00, mediendienst@bafu.admin.ch
Zürich, 17. Dezember 2009
